LEUTE AM MAC
14.08.2009
Max Winde von Spreeblick und AdNation hat sich als nächste Gesprächspartner die Entwickler von TheCodingMonkeys gewünscht. Dahinter stecken Martin Pittenauer (links auf dem Bild)) und Dominik Wagner, die für Software wie SubEthaEdit verwantwortlich sind. Auf dem iPhone haben sie mit der Blinkenlights-App für Furore gesorgt, was die Beiden noch im Schilde führen und wen sie als nächsten Gesprächspartner auserkoren haben, verraten die Codingmonkeys heute macmagazin.de.
macmagazin.de: Erzählt uns von ersten Mal, dem ersten Startton eines eigenen Macs.
Martin: Ich war vor und während des Studiums mit Linux unterwegs und damals gut beschäftigt, das System so am Laufen zu halten, wie ich es wollte.
macmagazin.de: Ist die Anschaffung eines neuen Macs für Euch ein Erlebnis, das zelebriert werden muss, oder nur der Kauf eines Konsumgutes?
Dominik: Früher war es das, inwzischen ist es zu üblich und der Mac zum Arbeitsgerät verkommen. Bei neuen Produkten wie dem iPhone passiert dann doch noch vereinzelt Auspack-Feierlichkeiten.
Martin: Ja, so ein Mac ist mittlerweile doch zu sehr Kommunikations- und Arbeitswerkzeug.
macmagazin.de: Verratet uns Eure drei Top- und eine Flop-Applikation.
Dominik:
Lineform von Freeverse ist immer noch eine meiner Top-Applikationen. Auch wenn sie leider etwas zäh gepflegt wird, so ist sie dennoch das einzige Vektorgrafikprogramm auf Mac OS X, welches mit seiner Bedienung und dem Leistungsumfang an meine Wünsche herankommt. Wenn ich andere Plattformen nicht so meiden würde, wäre Xara hier mein Platzhirsch, aber die Mac-Portierung lässt wohl noch zu lange auf sich warten. Man hört schon den anspruchsvollen Mac-User heraus – diese Bewertung klingt seltsam, ist aber eine Top App für mich. Schnell mal UI Elemente prototypisch erstellen, eine Grußkarte für Privates, Website-Mockups – Lineform ist meine Heimat für alles, was irgendwie mit Grafik zu tun hat.
Things von Cultured Code. Ich bin allgemein gesprochen ja kein besonderer Freund von übermäßiger Strukturierung in Arbeitsaufgaben. Aber die Kombination aus Things auf dem Mac mit Things auf dem iPhone bringt mich dennoch dazu, dass ich wenigstens ein paar To-Dos aufzeichne. Das Schöne an der App ist, dass nahezu alle Zusatzinformationen optional sind, sprich man kann einfach schnell etwas Aufschreiben.
Martin:
Ich kann Birdfeed fürs iPhone sehr empfehlen. Ein unaufgeregter Twitterclient, der sich für mich am „iPhone-igsten“ “anfühlt” und liebevoll gestaltet ist.
Flop-Applikation ist für mich ganz eindeutig iTunes. Ich habe das Gefühl, da tackert Apple links und rechts Features dran, je nach dem, was gerade für iPod, iPhone oder iTS gebraucht wird. Da leiden Konzept und Usability. Ganz abgesehen davon, das Videos selbst auf den schnellsten Macs immer noch regelmäßig stottern und dass man unnötig mit modalen Dialogen um sich wirft.
macmagazin.de: Welches Feature sollte nächster Mac, iPod oder iPhone unbedingt haben?
Dominik: Um kurz an Martin anzuschließen: ein iTunes dem man nicht ständig an die Gurgel springen will. Abgesehen davon hoffe ich ja schon seit langer Zeit auf eine sinnvolle Ablöse der Desktop-Metapher. Das iPhone hat seinen Teil in die richtige Richtung geleistet und ich hoffe stark, dass ein Tablet einen gewagten aber sinnvollen Paradigmenwechsel in Sachen Computer UI einleitet.
macmagazin.de: Welches aktuelle Tagesereignis hat Euch in letzter Zeit besonders bewegt?
Dominik: Zum zweiten Mal, diesmal gemeinsam mit Boinx, den ersten Platz bei den Apple Design Awards gemacht zu haben. Auch wenn diese Preisverleihung nicht mehr so stark die Mac-Presse dominiert wie früher, ist sie doch nach wie vor die größte Auszeichnung für Entwickler auf den Apple Plattformen.
macmagazin.de: SubEthaEdit dürfte Eure bekannteste Software sein, daneben habt Ihr auch BoinxTV gecodet und die iPhone APP für das Blinkenlights-Projekt in Toronto. Was plant Ihr als nächstes, woran arbeitet Ihr gerade?
Martin: Gerade arbeiten wir am nächsten Release von SubEthaEdit. Die 3.5 bringt so einiges Neues – Code Folding ist dabei sicher das grösste Feature. Zur Zeit beschäftigt uns dabei vor allem das Testen und die Qualitätskontrolle.
Dominik: Für die Zunkunft köcheln in den Affenlabors bereits zwei neue iPhone-Applikationen und Updates für Bestehendes. Aber wie ein Freund immer sagt: Erst Ei, dann Gack.
macmagazin.de: Wie sind Eure Erfahrungen mit der iPhone-Programmierung und wie beurteilt Ihr die derzeitige Situation für Entwickler?
Martin: Die Situation in Sachen API und Entwicklungsumgebung könnte man sich kaum besser vorstellen. Im krassen Gegensatz dazu steht die immer absurder werdende Politik in Sachen App Store-Approval. Also kurz gesagt: Technologisch fühlen wir uns pudelwohl, politisch gesehen herrscht Angst.
macmagazin.de: Ist Guinness immer noch Euer Lieblingsbier?
Dominik: Ich muss gestehen, dass das immer noch so ist. Aber es ist auch nach wie vor so dass, Bier nicht zu meinen Lieblingsalkoholika gehört, da ist Rotwein weit mehr gefragt.
macmagazin.de: Max Winde, der Euch vorgeschlagen hat, erklärt Twitter als Kommunikationskanal Nummer Eins für ihn. Wie ist das bei Euch? Auch Ihr twittert eifrig.
Dominik: Twitter hat sich für mich schnell zur Nummer Eins an Internet-Kommunikation gemausert. So sehr ich es auch in einer älteren Bits und so Folge als bescheuert abgetan habe, so wichtig ist Twitter für mich geworden. Während des Antwortens auf diese Fragen ist Twitter gerade down, und das verstört dann leider schon etwas.
Martin: Anfangs sehr skeptisch – jetzt abhängig. Die klassische Twitterlaufbahn. Nicht umsonst habe ich, primär für mich selbst, mit TwitterJunkie ein kleines Open-Source Utility geschrieben, das Twitter durchsucht und Ergebnisse an Growl weiterleitet. Gerade für Informationen zum aktuellen Geschehen suche ich gerne auch erst bei Twitter bevor ich Google anwerfe.
macmagazin.de: Wie sieht für Euch ein perfekter Tag aus?
Martin: Produktiv und entspannt.
macmagazin.de: Wer soll aus Euerer Sicht der nächste Gesprächspartner der Reihe „Leute am Mac“ sein? Bitte begründet uns die Entscheidung.
Dominik: Sophia Teutschler von Sophiestication Software. Ihre Mac-Applikation Coversutra schafft es, selbst den Bughaufen iTunes angenehm aussehen zu lassen, und mit Where To, Tipulator und Groceries gehört sie auf der iPhone Plattform zu den wenigen Entwicklern, denen eine sinnvolle und gleichzeitig ästhetische Kombination aus Design und Funktionalität gelingt.
Mittlerweile ist Roxios Toast 10 ein echter Brennklassiker: Wer CDs, DVDs und Blu-ray-Scheiben mit Filmen, Musik und anderen Inhalten bespielen möchte, kann diese Aufgaben getrost diesem Programm anvertrauen. Das Programm erhalten Anwender dank eines Promocodes für 69,99 Euro, 30 Euro unter dem normalen Herstellerpreis. Und auch die Pro-Version gibt es 50 Euro günstiger.
Roxio Toast 10 kaufen und mit Gutscheincode ROX30T10 30 Euro sparen.
Roxio Toast 10 Pro kaufen und mit Gutscheincode ROXIO50T10PRO 50 Euro sparen.
Am 24. Juni war Verkaufsstart für das neue iPhone 4 – zunächst in der Farbe Schwarz. Ihr iPhone 4G können Sie JETZT auch in Weiß bei der Telekom bestellen – egal ob als Neukunde oder im Rahmen einer Vertragsverlängerung. Die bisherigen Complete-Tarife bleiben übrigens erhalten. Das bedeutet, dass auch das neue iPhone 4 bereits für ab 1 Euro erhältlich sein wird.
Jetzt das weiße iPhone 4 ab 1 Euro bei der Telekom bestellen!
Mit Parallels Desktop kann man die Vorteile von Mac OS X und Windows gleichzeitig nutzen, denn manche Programme gibt es schließlich nur für Windows, und (noch) nicht für den Mac. Die Virtualisierungssoftware bietet Amazon aktuell für 49,99 Euro – das sind 30 Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.
Wenn Sie auf einen neuen Mac aufrüsten und sich gleichzeitig für einen angemessen Preis von ihrem Altgerät trennen möchten, bietet Ihnen Flip4New jetzt einen neuartigen Service. Sie geben Ihr Altgerät in Zahlung und erhalten neue Original-Hardware zu regulären Apple-Store-Preisen. Das spart viel Zeit und ist sicherer als Blindverkäufe auf Marktplätzen wie Ebay oder Zweite Hand.
Jetzt Altgeräte in Zahlung geben und neues Apple-Gerät günstiger kaufen.
1 Kommentar
Ich finde diese Interviewserie ja sehr nett. Was mich allerdings nervt ist das Layout. Ohne Unterscheidung von Interviewer und Interviewten liest sich das ziemlich bescheiden… just my 2 cent.