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VIDEO DID NOT KILL THE RADIO-STAR

17.06.2009


Der Mac als Rundfunkempfänger

von Marcel Magis

„Video Killed the Radio Star“ trällerten The Buggles vor gefühlten hundert Jahren und landeten damit einen veritablen Hit. Totgesagte leben länger, durch das Internet erlebt Radio sogar eine erneute Blüte: Vorbei sind die Zeiten knisternder Weltempfänger, mit denen man durch Frequenzsurfen exotische Länder bereiste. Das “neue” Medium Radio arbeitet auf dem Computer und über die digitale Übertragung im Netz erfüllt sich beinahe jeder noch so ausgefallene Musik- und Nachrichten-Wunsch.

Die Zahl der Möglichkeiten ist unübersehbar und reicht von iTunes bis zum Widget.

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Radio in iTunes: 4000 Programme

Warum in die Ferne schweifen, iTunes liegt so nahe. Zugegeben, der Autor dieses Artikels hat auch schon länger das Radio-Angebot in Apples Medien-Programm nicht mehr verfolgt und war überrascht: Inzwischen sind fast 4000 Radioprogramme verfügbar. Wie bei allen anderen Lösungen ist eine möglichst schnelle und unterbrechungsfreie Internetverbindung Voraussetzung, um Radio zu hören.

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Die Zahl von 4000 schrumpft deutlich, wenn Du die einzelnen Stationen ansiehst: sie sind oft doppelt und meistens dreifach vorhanden. Das liegt daran, dass sie verschiedene Internet-Geschwindigkeiten abdecken wollen. Mit DSL kannst Du unbesehen die schnellste Datenrate wählen und die niedrigen liegen lassen.

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Bei 24 Kilobit pro Sekunde dürfen Modem-Besitzer ihre Ohren immerhin auch quälen. Die Spitze liegt hingegen bei 320 Kilobit pro Sekunde und liegt damit sogar höher als bei Amazon- und iTunes-Songs – besser klingt es dadurch aber noch lange nicht, aber generell gilt für das Radio: Je höher die Kilobit-Zahl, umso besser der “Empfang”.

Das iTunes-Radio hat einen entscheidenden Nachteil: Die Kategorien decken hauptsächlich Musikstile ab, eine Sortierung nach Nationalität gibt es nicht. Drei Sender vom WDR findest Du zum Beispiel in der Kategorie International, die Deutsche Welle unter Talk/Spoken Word.

Radio-Widget für mehr Vielfalt und Komfort

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Das geht auch besser, zum Beispiel mit einem Widget. WRadio bringt von Haus aus 3250 Stationen mit. Die auf den ersten Blick geringere Zahl gegenüber iTunes täuscht, Dupletten gibt es hier nämlich nicht. Anstatt nach Musikkategorien sortiert WRadio nach Ländern: Allein 235 deutsche Sender lassen sich aus der ellenlangen Liste auswählen, von 1Live bis Welle Niederrhein. Etwas kleiner wird die Auswahl im Ausland, Indien ist zum Beispiel mit vier Sendern vertreten, Vatikanstadt mit sechs.

Von diesem etwas seltsamen Missverhältnis zwischen Landesgröße und Radiostationen abgesehen, kann WRadio mit vielen Informationen und Einstellungen überzeugen: Dir wird zum Beispiel angezeigt, wie viel Megabyte der Rechner aus dem Internet empfängt und mit welcher Datenrate der Sender arbeitet.

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Neben Interpret und Titel zeigt Dir das Widget bei vielen deutschsprachigen Sendern auch das Cover an, über einen Mausklick kommst Du dann auf die Webseite des Senders, in den iTunes Store um das Lied zu erwerben und auf Youtube.com, um das passende Musikvideo zu suchen.

Du kannst Favoriten anlegen und Sender hinzufügen: Den Stream dazu bieten die Radiostationen – wenn vorhanden – auf ihrer Webseite an.

Die Installation ist einfach: Nach dem Download fragt Dich der Mac, ob Du das Widget installieren willst. Wenn Du bestätigst, öffnet sich ein Fenster im Dashboard. Hier fragt Dich der Mac noch Mal, ob Du das Widget behalten möchtest. WRadio beginnt nach dieser Prozedur damit, den Musikkatalog herunterzuladen. Je nach Verbindung kann das etwas dauern. Nun geht es los und Du kannst hören, bis die Ohren glühen – das Radio läuft im Hintergrund auch weiter, wenn Du das Widget beendest.

Komfort hat seinen Preis, das ist auch bei WRadio nicht anders. Die Vollversion kostet 7,99 Euro. Ob Dir der Lauschangriff das Wert ist, kannst Du aber zuvor mit einer Demo-Version überprüfen.

Bild: Alexkerhead, “Wooden Emerson Tube Radio”. Some rights reserved. Flickr

2 Kommentare

intro am 20.06.2009 13:32

WRadio nutze ich als Kaufversion und für 7,99 € absolut sein Geld wert !

tehabe am 30.06.2009 15:01

Ich bevorzuge zum Radiohören doch lieber das kleine und feine Programm FStream, dieses liefert zwar keine Senderlisten mit, doch wozu gibt es denn das WWW?

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