'MEINE LIEBLINGSSOFTWARE'
10.03.2010
Regelmäßig stellen macnews.de-Redakteure ihre persönliche Lieblingssoftware vor. Diesmal sind es gleich drei Programme, die dem Autor gefallen – alle dienen sie dem Empfang von Radiosendungen am Mac. Nummer eins ist die kostenlose Software FStream, zudem stellt er das Widget WRadio vor und als drittes eine Sender-Playlist für iTunes. Somit kann jeder Leser selbst wählen, ob er Radio lieber über iTunes, mit einem eigenen Programm oder in seinem Dashboard hören möchte.

Erstaunlich, dass FStream bislang noch keine Erwähnung auf macmagazin.de erfahren hat.
Handelt es sich dabei doch um ein kleines wie feines Programm, das Chefredakteur Thomas J. Weiss schon seit geraumer Zeit verwendet und sogar im Dock abgelegt hat. Auch mir hat das Programm auf Anhieb gefallen: Es ist nicht nur in Hinblick auf sein dezentes Navigationsfenster klein zu nennen, es beansprucht auch die CPU und den Arbeitsspeicher kaum. Außerdem ist FStream kostenlos.
Mit FStream hole ich mir per Livestream Radioübertragungen aus dem Internet, das Netz erfüllt dabei fast jeden noch so ausgefallenen Musik- und Nachrichten-Wunsch. Das Programm dekodiert OGG Vorbis, AAC/AAC+ und MP3-Übertragungen, die via HTTP auf dem Mac landen, sowie WMA-Titel, die via MMS/MMSH gestreamt werden.
Als Zugabe kann man mit dem Tool einzelne Titel auch mitschneiden. FStream legt die Mitschnitte entweder als MP3-, AAC-, Aiff- oder Wav-Datei ab. Sowohl die Bitrate und die Qualität als auch den bevorzugten Ordner kann man in den Einstellungen definieren.
Im Streams Manager kann man sich eine individuelle Liste von Radiosendern zusammenstellen, entweder hat man die URL seiner Lieblingssender parat oder wählt aus den iTunes- und FStreams eigenen Vorgaben die passenden Sender.
Mit der Tastenkombination Wahl + F wechselt man in die Vollbildschirm-Ansicht und kann hier ähnlich wie in Apples Front Row die Wiedergabe und die Aufnahme starten sowie aus einer Liste den gewünschten Radiosender auswählen. Wer aus der Ferne den Radiosender wechseln möchte, kann auch die Infrarotfernbedienung von Apple verwenden.
Zu all diesen Funktionen gesellt sich die Unterstützung von Wiedergabelisten in den Formaten M3U, PLS und ASX. Dank der Growl-Anbindung erfährt man immer den Namen des aktuellen Titels.
Wem die kleine Bedienoberfläche optisch nicht zusagt, dem bietet die Plug-in-Seite weitere stylische Bedienoberflächen für das Web-Radio.
Auch im Dashboard kann man auf der passenden Radio-Welle surfen – ein passendes Widget ist beispielsweise WRadio, das in der Redaktion ebenfalls seine Fans findet. Zwar muss man für die uneingeschränkte Version rund 8 Euro berappen, dafür erhält man aber ein schmuckes Programm mit mittlerweile über 4.000 Radiostationen. Anders als in iTunes gibt es bei dieser Radiovielfalt keine Dubletten.
Für Ordnung sorgt das Widget, indem es die Sender nach Ländern katalogisiert: 297 sind es für die deutschen Landen – von 1Live bis Welle Niederrhein. Auch Exoten wie Vatikanstatd und St. Lucia findet man in der Länder-Liste. Daneben gibt es auch noch eine Auflistung nach Genre. Diese Kategorisierung umfasst neun Vertreter, von 1.FM über JazzRadio.com bis hin zu Sky.FM.
Vor allem bei deutschsprachigen Sendern zeigt das Widget nicht nur Interpret und Titel, sondern oft auch dessen Cover an. Mit einem Mausklick gelangt der Zuhörer auf die Webseite des Senders, in den iTunes Store, um das Lied zu erwerben, und auf Youtube.com, um das passende Musikvideo zu suchen.
Wer sich mit dem vorgefundenen Angebot nicht anfreuden mag, der kann seine Favoriten auch händisch anlegen und weitere Sender hinzufügen. Die Installation des Widgets ist einfach: Hat der Anwender die Datei auf den Mac heruntergeladen, genügt nach dem Entpacken der Datei ein Doppelklick auf das Icon und die Installation übernimmt der Mac. Öffnet man im Anschluss das Dashboard, findet man das Radio-Widget in prominenter Position.
Während FStream unscheinbar ist, ist das WRadio-Widget sogar unsichtbar – denn bei geschlossenem Dashboard läuft die Radioübertragung weiter. Für einen ersten Test kann man sich die kostenlose Demo-Version herunterladen, doch erst mit der Vollversion kann man Radio hören, bis die Ohren glühen.
Wer beim Radiogenuss auf jegliches Zusatzprogramm verzichten möchte, kann iTunes verwenden. Meines Erachtens haben die Entwickler aus Cupertino ein feines Stück Software geschaffen, aber auch das Beste kann man noch ein wenig verbessern. Im Fall der Radiostationen sorgt das Programm mit rund 4000 Sendereinträgen auf den ersten Blick für ein großes Angebot. Leider findet man beim nochmaligem Hinsehen viele Sender, die zwei und dreimal vorhanden sind, wodurch sich die Anzahl relativiert.

Für eine tatsächlich größere Auswahl empfehle ich deshalb die Radiosender-Liste, die bei Apfeltalk zu finden. Neben der xml-Datei findet man im Download noch eine weitere Datei, um die Sendervielfalt zu mehren. Für die Installation-Anweisung möchte ich an dieser Stelle auf das Blog verweisen.
Ein übergreifendes Fazit spare ich mir, da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Meine persönlicher Favorit ist allerdings FStream, da das Programm zusätzlich eine Aufnahmefunktion bietet. Über andere Meinungen, Feedback und Erfahrungsberichte freue ich mich.
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3 Kommentare
[...] stellen macnews.de-Redakteure ihre persönliche Lieblingssoftware vor. Diesmal sind es gleich drei Programme, die dem Autor gefallen – alle dienen sie dem Empfang von Radiosendungen am Mac. Nummer eins [...]
[...] stellen macnews.de-Redakteure ihre persönliche Lieblingssoftware vor. Diesmal sind es gleich drei Programme, die dem Autor gefallen – alle dienen sie dem Empfang von Radiosendungen am Mac. Nummer eins [...]
Moin
Also ich kann mit keinem der Vorgestellten was anfangen mein Favorit den ich auch nutze ist Snowtape da kann man mit Aufnehmen die selbige bearbeiten und fertig. Einfach genial.