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LEUTE AM MAC

15.01.2010


Wer ist eigentlich Jochen Graf?

von Marcel Magis

Der Reklamekleber und Leiter der Abteilung Nerven Andreas Lehmann hat sich als nächsten Gesprächspartner Jochen Graf gewünscht: Der Leiter der Firma GPSoverIP ist laut Lehmann ein intelligenter Kopf mit einem Hang zu Innovationen. Das beweist Graf auch in seinen Antworten, zudem bestätigt er den alten Shakespeare-Verdacht, dass es zwischen Himmel und Erde mehr Dinge gibt, als die Schulweisheit sich träumen lässt.

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macmagazin.de: Erzählen Sie uns vom Startton Ihres ersten Macs.
Jochen Graf: Ich habe vor 3 Jahren versucht, meinen PC auf Windows Vista upzudaten. Nach tagelanger Arbeit hab ich eingesehen, dass wohl nichts mehr geht… Ich hab dann wütend den Apple Store besucht und mir spontan mein erstes MacBook gekauft. Und ich kann nur sagen: Nie mehr Windows!
Das erste Einschalten war ein echtes Erlebnis. Ich meine – ich habe eine EDV Firma und habe viele neue Windows-Versionen erlebt, aber mein erster Mac war etwas Anderes …
Ich fühlte mich wie ein zehnjähriges Kind an Weihnachten. Und die Freude ist bis heute geblieben.
Schon als anstelle der hässlichen schwarzen Bios-Meldung eines PCs der kleine Apfel und besagter Ton kam wußte ich: Es ist Liebe auf den ersten Blick.

macmagazin.de: Was geht in Ihnen beim Kauf eines neuen Macs vor? Ist das ein Erlebnis oder nur der Erwerb eines Konsumgutes?
Graf: Es ist das letzte beindruckende Kauferlebnis was einem bleibt. Egal ob iPhone, iPod, MacBook oder iMac. Alle Produkte waren für mich mehr Erlebnis als Konsumgut. Das iPhone ist mein erstes Handy, bei welchem ich verstehe, wozu ein Handy gut sein soll. Alle vorhergehenden Telefone lagen nur in meinem Auto. Es fasziniert mich, dass dieses Erlebnis auch im Laufe der Jahre nicht verblasst. Ein Mac ist nicht irgendein PC, ein iPod nicht nur ein MP3 Player und das iPhone nicht einfach ein Telefon.
Im Grunde ärgere ich mich über die Jahrzehnte ohne Mac in meinem Leben.

macmagazin.de: Verraten Sie uns Ihre drei Top- und eine Flop-Applikation.
Graf:
Flop? Keine Ahnung. Am ehesten noch Keynote, aber ich nutze es selten.

Top:
iTunes ganz klar, es hat meinen Umgang mit Musik revolutioniert. In Kombination mit meinen diversen iPods und dem iPhone ist es sowieso unverzichtbar.

iMovie ist genial für den schnellen Urlaubsfilm, so etwas gibt es bei Windows auch nicht für viel Geld. Als ich meinen ersten Urlaubsfilm am Abend noch direkt im Urlaub innerhalb von 2 Stunden geschnitten hatte, konnte ich nicht mehr verstehen, warum man für die selbe Arbeit unter Windows 3 Tage benötigt um das Programm zu verstehen und dann nochmals 3 Tage bis ein Film herauskommt der auch funktioniert.

Wie man sieht komme ich super mit den Mac Standard Applikationen aus.
Das gefällt mir am besten am Mac. Man hat alles was man braucht schon nach dem ersten Einschalten.

Meine Top App, welche ich dazu gekauft habe, ist MacGiro. Es ist eine wunderbar einfache aber leistungsfähige Home Banking Software. Kann ich nur empfehlen.

macmagazin.de: Welches Feature sollten Ihr nächster Mac, Ihr nächster iPod oder Ihr nächstes iPhone unbedingt haben?
Graf: Das iPhone sollte unbedingt wieder Compilations gruppieren, das ist ein böser Bug, der Apple anscheinend nicht interessiert.
Alle iPods sollten das Überblenden von Titeln beherrschen wie es im iTunes der Fall ist. Dem Mac OS würde ein gutes Grafik (Bitmap) Programm gut tun. Es gibt zwar iPhoto, aber das ist sehr beschränkt auf Photobearbeitung. So eine Art „Photoshop Lite“ sozusagen.

macmagazin.de: Welches aktuelle Tagesereignis hat Sie in letzter Zeit besonders bewegt?
Graf: Das Volksbegehren zur Verschärfung des Nichtraucherschutzes in Bayern. Ich bin entsetzt, dass für so etwas Mehrheiten gefunden und Steuergelder verschwendet werden, aber die wirklichen Problem unserer Gesellschaft niemanden interessieren. Die Bevölkerung schreit förmlich nach staatlicher Kontrolle. Das Recht zur Selbstbestimmung wird immer mehr beschnitten. Das beschäftigt und entsetzt mich. Was wollen wir den noch alles den Staat regeln lassen?

macmagazin.de: Was ist GPSoverIP und was macht man damit?
Graf: Bei GPSoverIP handelt es sich um ein Internetprotokoll, welches speziell für die GPS-Ortung und Datenübermittlung im mobilen Internet entwickelt wurde. Unsere Kunden sind damit zum Beispiel in der Lage, jegliche bewegliche Objekte in Echtzeit zu orten und eine Menge zusätzlicher Daten zu übertragen. Wir tragen damit erheblich zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung bei Speditionen bei. Die Möglichkeiten reichen von der Übertragung des digitalen Tachos, FMS Bus / CAN Bus, elektronisches Fahrtenbuch, von schlichter PKW Ortung bis zur Auftragssteuerung. Mit GPSoverIP bleiben keine Telematik-Wünsche offen. Weiter möchte ich das hier nicht ausbreiten, wer sich dafür interessiert findet mehr Infos auf unserer Webseite.

macmagazin.de: Inzwischen bieten Sie auch eine iPhone-App an. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Entwicklung und Vertrieb über Apple?
Graf: Die App wurde sehr gut angenommen. Mit unserer App kann ein Disponent auch unterwegs seinen Fuhrpark vom iPhone aus steuern, sofern er unsere Technik einsetzt.
Interessant war für uns, dass auch User, welche keine unserer Geräte einsetzen, die App gekauft haben. Sie können ja im Grunde nichts damit anfangen. Aber das ist wohl die Eigendynamik des App Stores. Was etwas lästig war ist der immense Papierkrieg vor der ersten Veröffentlichung.
Da übertreibt Apple wohl etwas. Aber wenn man das erledigt hat, ist es ein toller Vertriebsweg.

macmagazin.de: Andreas Lehmann, der Sie vorgeschlagen hat, beschreibt Sie als intelligenten Kopf mit Hang zu Innovationen. Was bedeutet für Sie Innovation?
Graf: Innovation ist unsere einzige Chance auf dem globalen Markt zu überleben. Wir können uns nicht länger auf jahrzehntealte Produkten ausruhen. Da sind die Asiatischen Länder uns schon alleine durch das Lohngefälle weit überlegen. Deutschlands Wirtschaft kann nur durch Innovationen mithalten, und wir tun mit unserer Firma unser Bestes, was unser Wachstum selbst in Krisenzeiten bestätigt.

Ich denke es wäre wichtig noch mehr Innovationen zu fördern, anstatt das Geld in Industrien von vorgestern zu stecken. Die Abwrackprämie war für mich der klassische Fall, wie man es nicht machen sollte. Das Solarenergie-Programm der Vorgänger Regierung war der richtige Weg. Das ist Zukunftstechnik.

Innovationen kommen auch zum Großteil aus dem Mittelstand, welcher von allen Regierungen ignoriert wird. Was das langfristig für unsere Wirtschaft bedeutet, erkennt leider keiner unserer Lobby-Politiker.

macmagazin.de: Sie sind an SETI und Mythologie interessiert und Mitglied der A.A.S Forschungsgemeinschaft, die von Erich von Däniken geführt wird – glauben Sie an Außerirdische?
Graf: Ja, aber das hat nichts mit Glauben zu tun. Es gibt genügend Beweise, die unsere Wissenschaft ignoriert und totschweigt. Aber wir werden sie denke ich bald alle kennenlernen. Sie sind eh schon lange da … Wer Augen hat kann sie sehen, wenn er das nur will. Es fällt den herkömmlichen Medien und Wissenschaftlern ja auch immer schwerer, die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Gedanken, welche Erich von Däniken vor 40 Jahren geäußert hat, sind ja inzwischen auch in die Wissenschaft eingezogen. Ich denke, es sind in erster Linie die Religionen welche um Ihre Anhänger fürchten, die verhindern wollen, dass wir über unsere wahre Vergangenheit nachdenken.

Denn ich glaube wir Menschen sind genetisch nicht von diesem Planeten, also sozusagen Aliens. Aber das würde zu weit führen, das hier zu erklären.

macmagazin.de: Wo haben Sie zuletzt Außerirdische „getroffen“ – oder zumindest Beweise für Ihre Anwesenheit entdeckt?
Graf: Ich war 2005 mit Erich von Däniken in Ägypten auf A.A.S. Studienreise. Da habe ich eine Menge gesehen, was für normale Touristen leider nicht zugänglich ist. Seit dieser Reise weiß ich, dass sie schon vor Jahrtausenden hier waren. Es wird Zeit, dass wir uns wirklich professionell wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen, sonst könnte der Kulturschock riesig sein wenn sie wiederkommen. Übrigens möchte ich gerne Jedem empfehlen, im Kino den Film Avatar zu sehen. Da geht es unter anderem um dieses Thema. So ähnlich ging es vor vielen tausend Jahren auch auf der Erde zu. In meinen Augen der beste Kinofilm aller Zeiten.

macmagazin.de: Sie haben einen Wunschtraum …
Graf:Ja den hab ich. Dass 2012 die Welt nicht untergeht sondern die Menschen endlich wieder vernünftig werden und aufhören, die Gier über alles andere zu stellen. Ich glaube, dass wir unaufhaltsam auf eine schreckliche Katastrophe zulaufen. Mein Wunschtraum wäre es, wenn vorher doch noch die Vernunft siegt. Aber die letzte Klimakonferenz macht mir da wenig Mut.

macmagazin.de: Wer soll der nächste Gesprächspartner der Reihe „Leute am Mac“ sein? Warum?
Graf: Peter Leutsch. Er ist selbständiger Photograph, hat ein Photo-Studio und alle erdenklichen Macs. Er ist ein kreativer, aufgeschlossener Mensch, der sicher für diese Rubrik eine Bereicherung wäre. Außerdem organisiert er traumhafte Konzerte in einer alten Schmiede in Schwebheim, welche ihresgleichen in ganz Süddeutschland suchen…

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