DER "AUGMENTED REALITY"-SHOOTER GUNMAN UND MEHR
13.01.2010
macmagazin.de ist heute im Jagdfieber: Wer Bären mit dem Raketenwerfer erlegen will, ist bei der jüngsten App des iShoot-Entwicklers richtig. Wer mehr auf Zweibeiner steht, mag sein Glück mit Gunman ausprobieren: Shadowforce hat das Augmented Reality-Spiel für alle iPhones auf der CES 2010 vorgestellt, zur Zeit ist es im App Store noch kostenlos zu haben. Kuscheliger geht es beim “Schnäppchen der Woche” zu, hier jagt man lediglich der leidigen Eichel nach. Zum Schluss werfen wir einen ersten Blick auf ein Spiel, das alle Möglichkeiten von OpenGL ES 2.0 nutzen will.
Nicht nur Supermärkte locken mit Sonderangeboten, sie sind auch im App Store ein unverzichtbares Marketinginstrument. Bei Chillingo hat das aktuell funktioniert, der Hüpfer Ice Age: Dawn of the Dinosaurs ist zur Zeit für 79 Cent zu haben und hat sich zu diesem Preis auch gleich in die Top 10 unter den Spielen aufgeschwungen.
Der Titel widerlegt (wie auch Avatar) die zumeist berechtigte These, dass Spiele zum Film wenig taugen. Dieser tau(g)t was.
Es klingt wie ein Märchen: Da programmiert einer ein Spiel, das erst im iTunes Store vor sich hindümpelt und dann plötzlich durchstartet – in den erste fünf Monaten kann sich Ethan Nicholas über Überweisungen von insgesamt 800.000 US-Dollar von Apple freuen. Der Titel: iShoot. Nicholas beschließt, auf seinen bisherigen Job zu pfeifen und sich ganz dem iPhone zu widmen. Danach wird es ruhig, bis letztes Jahr erste Informationen zum iShoot-Nachfolger auftauchen.
Nun ist das nach der kanadischen Sportschützin und Olympiasiegerin benannte Spiel Kim Rhode`s Outdoor Shooting – unter dem neuen Firmennamen “Naughty Bits” – für 2,39 Euro erschienen und Spieler dürfen in einer 3D-Umgebung mit Flinte auf Rehkitz- und Hasenjagd gehen. Eine Nummer größer geht es auch und der Spieler greift zum Raketenwerfer und zur AK47 für die Bärenjagd.
Die wenigen Wertungen im amerikanischen Store sind bisher gemischt, das Spielprinzip „Tiere abknallen“ stößt in Foren teilweise auf heftige Kritik.
Keine gemischten Kritiken hingegen heimst das Puzzle-Spiel
Rhumb Line ein, das den eigentlichen Neuanfang markiert und Ende letzten Jahres erschienen ist. Durchweg fünf Sterne bekommt es, allerdings gibt es auch nur sechs Bewertungen. Kein erfreulicher Start für Naughty Bits – die Zeiten im App Store haben sich eben geändert.
Wer es nicht übers Herz bringt, auf Tiere zu schießen, darf mit Gunman auf Jagd gehen: Das Spiel nutzt die iPhone-Kamera und fällt damit in das Genre “Augmented Reality”. In Gunman liefert man sich Duelle mit Mitspielern, hierfür gibt es drei Modi: In “One on One” und MultiPlayer (nur im gleichen WLAN) gibt man die T-Shirt-Farbe des Gegners an, die App erkennt dann “beim Schuss”, ob der Spieler die Farbe getroffen hat. Allerdings erkennt die App weiße T-Shirts nicht und zählt auch eine weiße Wand als Treffer.
Wer sich auf die automatische Punktzählung nicht verlassen will, kann auch den Pro-Modus verwenden. In diesem speichert das iPhone das “Schussbild”, später lassen sich dann die Ergebnisse durchblättern. Der Modus bietet sich auch für ausgedehnte Sessions mit mehreren Spielern in freier Wildbahn an. Zur Zeit ist Gunman noch kostenlos im App Store zu haben.
Zen Bound gehört zu den schönsten Spielen des Jahres 2009 und hat gezeigt, wie man die Möglichkeiten des Touch-Gerätes optimal nutzen kann. Es gilt, Gegenstände mit einem Seil einzuwickeln – mit viel Geschick und Gelassenheit. Das meditative Element lässt sich dem Titel kaum absprechen, die atmosphärische Musik unterstützt dies kongenial.
Der Nachfolger verspricht noch schönere Grafik, ein Screenshot zeigt die Unterschiede zwischen openGL ES 1.1 und ES 2.0 – letztere erstrahlt aber lediglich auf dem iPod touch der dritten Generation sowie dem iPhone 3GS. Die Entwickler schalten dabei nicht nur Effekte zu, sondern nutzen für ES 2.0 eine eigene Render-Engine, die zum Beispiel sanfte dynamische Schatten ermöglicht. Hinzu kommen Depth-of-field, weichgezeichnete Polygon-Kanten, differenzierterer Lichteinfall und bessere Texturen.
Das Sequel solle aber mehr als nur bessere Grafik bieten – was genau, das will Secret Exit erst demnächst verraten. Den Screenshot soll man vorerst auch nur als technische Studie verstehen. Bild via Toucharcade.com
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