KREATIV AM MAC
05.01.2010
Das Internet ist Segen und Fluch zugleich: Während des Schreibens lenkt es ab, mit einigen Hilfsprogrammen lässt es sich zeitweise lahmlegen und zwingt so zur Konzentration. Aber was tun, wenn man dann doch kurz etwas recherchieren muss? Hier bieten sich Offline-Lösungen an, um auch ohne Internet zum Beispiel in der Wikipedia stöbern zu können.
Wikipedia immer und überall auch ohne Internet: Das klappt mit einer Offline-Ausgabe der Open-Source-Enzyklopädie. Eine Lösung für den Mac ist zum Beispiel das kostenlose Aard Dictionary. Getestet haben wir die aktuelle Snapshot-Version 0.8 der Software und zeigen, welche Schritte bis zur Offline-Ausgabe notwendig sind.
Bis man die Offline-Wikipedia zu Rate ziehen kann, glüht die Internet-Leitung: Das Programm selbst ist 27 Megabyte groß (Download-Link), die dicken Brocken sind aber je nach Sprache die Wikipedia-Daten – obwohl man auf Bilder verzichten muss. Die deutsche Wikipedia schickt ganze 2,3 Gigabyte über das Internet.
Die Lösung für solche riesigen Datenmengen liegt in BitTorrent, das Anwender vernetzt: Während man eine Datei lädt, gibt man sie üblicherweise auch anderen “Teilnehmern” frei. Auf diese Weise verteilt sich die Belastung und kein Server geht in die Knie. In der Open Source-Szene hat sich BitTorrent deshalb durchsetzen können.
Die Seite von Aard Dictionary bietet bei kleineren Wikipedia-Ausgaben den direkten Download an, für die Speicherhungrigen wie die deutsch- und die englischsprachige Ausgabe eine Torrent-Datei.
Die Torrent-Datei ist noch klein und lediglich ein Verweis auf den eigentlichen Download: Um das Format zu nutzen, braucht man einen Client – davon gibt es etliche, vorwiegend kostenlose. An Snow Leopard angepasst ist zum Beispiel Transmission, das aktuell in der Version 1.80b4 vorliegt. Ältere Versionen für Mac OS X 10.4.11 sowie Mac OS X 10.3 sind über die Webseite ebenfalls noch zu haben.
Nach dem Download und Start von Transmission öffnet man die gewünschte Torrent-Datei und erhält sogleich die Information, was einen erwartet. Der Download der deutschen Wikipedia enthält zwei Dateien.
Wer während des Downloads im Internet noch nebenbei surfen will, kann in Transmission die maximale Datenrate festlegen – dafür muss man lediglich auf das Ordner-Symbol klicken und wählt die gewünschte Empfangsbegrenzung und Sendebegrenzung aus.
Ist die Prozedur überstanden, lässt sich nun die Wikipedia-.arr-Datei in Aard Dictionary öffnen. Einige Einstellungen wie die Farbe der Links lassen sich festlegen, Seiten kann man als HTML exportieren, um sie zum Beispiel in anderen Programmen als Recherche-Datenbank zu sammeln.
Auch mit iPhone und iPod touch kann man auf die Wikipedia offline zugreifen – auf dem iPhone kann das sinnvoll sein, um zum Beispiel im Ausland Roaming-Gebühren zu vermeiden. Zwei Ansätze gibt es hierfür: Einige Wikipedia-Apps erlauben es dem Anwender, Seiten offline zu speichern. “Luxusverteter” dieser Klasse sind
Handy Wiki, das 1,59 Euro kostet, und Wikipanion Plus. Beide speichern auch Bilder mit ab.
Auf die muss man bei Encyclopedia verzichten, dafür muss man nicht “vorausplanen” und hat den kompletten Text der Wikipedia immer dabei und verfügbar.
Allerdings steht auch hier zuvor ein umfangreicher Download auf dem iPhone und iPod touch an, bis zu 2 Gigabyte vom prinzipiell viel zu knappem Platz auf iPhone und iPod touch kann eine Wikipedia-Ausgabe belegen. Zum Grundpreis von 2,99 Euro für die deutsche Wikipedia kommen noch 79 Cent für jedes Datenbank-Update hinzu, das man laden möchte.
Die iTunes-Links in diesem Artikel sind Partnerlinks.
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Kerstin Wimmeroth, iWikipedia erwähnt. iWikipedia sagte: By @-OrangeCocoon #-Wikipedia auch Offline lesen auf dem #Mac #iPhone oder iPod Touch http://bit.ly/7lWzQl [...]