VON APPLE TABLET, IPHONES OHNE T-MOBILE VERTRAG UND STEIGENDEN AKTIENKURSEN
05.01.2010
Was bringt das Jahr 2010 für Apple? 2009 trotze der Hersteller aus Cupertino erfolgreich der Weltwirtschaftskrise – damit dieser Aufwärtstrend beim Umsatz auch anhält, wird Apple wohl auch 2010 mit neuen Produkten und Diensten die Mac-Gemeinde beglücken. Was man im kommende Jahr vom Hersteller erwarten kann, dieser Frage geht macmagazin.de nach und lässt als Vergleich 2009 noch einmal Revue passieren.

Bereits 2009 stand ganz im Zeichen des ominösen Tablet-Macs. Um kein Apple-Produkt rankten sich im vergangenen Jahr mehr Gerüchte, als um dieses Gerät. Bereits zum nächsten Apple-Event – hier sollte man den 27. Januar im Auge behalten – könnte Apple den Tablet-Computer, das an ein übergroßes iPhone erinnern soll, der Öffentlichkeit vorstellen. Unter welchem Namen das Modell dann in den Handel kommen könnte, darüber streiten die Gelehrten noch, zur Wahl stehen unter anderem iSlate und Magic Slate.
Apple TV war bislang nicht gerade das, was man einen Blockbuster nennt. Dieses Jahr könnte der Hersteller die Set-top-box nun endlich weiter entwickeln. Dafür sprächen das Apple TV 3.0-Update, der neue 27 Zoll iMac, den man auch an die Wand hängen kann, und die Gerüchte um HD TV-Inhalte. Zudem könnte Apple noch dieses Jahr zusammen mit Disney und dem Fernsehsender CBS ein Abo-Modell über iTunes für Apple TV anbieten.
In Großbritannien und Frankreich gingen seit dem Wegfall der Exklusiv-Bindung mehr iPhones über den Ladentisch als in den vergleichbaren Zeiträumen zuvor. Auch Anwender in Deutschland dürfen 2010 frohlocken, neben der Telekom dürften nun auch weitere Mobilfunkanbieter Apples Smartphone vertreiben. Daneben rechnet die macmagazin.de-Redaktion mit neuen iPhones im August oder September, allerdings ohne Gewähr. Unter anderem könnte an die Stelle des derzeit noch erhältlichen iPhones 3G ein Einsteigermodell des iPhone 3GS mit acht Gigabyte Speicherplatz treten. Dank eines Kreditkarten-Scanners kann man künftig auch via iPhone bezahlen, Hersteller Mophie wird die Hardware-Erweiterung an der am 7. Januar beginnenden Consumer Electronics-Messe in Las Vegas vorstellen. Eine ausfahrbare Antenne, wie sie Apple in einem Patentantrag beschreibt, wird es allerdings wohl nicht geben.
Auch bei den Mac-Modellen konnte der Hersteller ein deutliches Plus bei den Verkaufszahlen verzeichnen, das Betriebssystem Mac OS X 10.6 ist ebenfalls ein Verkaufsschlager. Laut COO Tim Cook hat sich Snow Leopard doppelt so oft verkauft wie die Vorgängerversion Mac OS X 10.5 – für den Erfolg dürfte allerdings der geringe Upgrade-Preis von rund 30 Euro die Hauptursache sein.
Bei der Hardware rechnen die Analysten von Caris & Company für dieses Jahr mit einem Zuwachs von 26 Prozent, wenn es allerdings um Mutmaßungen zu neuen Mac-Modellen geht, zeigen sich die Analysten fantasielos. Sicher ist zumindest die Einführung einer neuen Prozessor-Generation zunächst bei den Mac Pro-Modellen. Dort könnte schon bald Intels Core i7-Prozessor mit sechs Kernen schlagen. Für die mobilen Macs könnte sich die Einführung neuer Prozessoren noch ein wenig hinziehen, da Apple derzeit mit den Intel-Modellen laut eines Berichts nicht zufrieden sei.
Wie MarketWatch berichtet, haben sich die iPod-Verkäufe mittlerweile bei 10 Millionen Geräten pro Quartal eingependelt und weitere Höhenflüge der Verkaufszahlen sind nicht mehr zu erwarten. Deshalb könnte der Hersteller aus Cupertino neue Modelle präsentieren, die die bestehende Produktpalette ergänzen könnten.
Ob Steve Jobs auch 2010 die Geschicke des Unternehmens lenkt? Sicherlich. Allerdings hat 2009 gezeigt, dass auch ohne den Apple CEO die Aktienkurse weiter steigen und Apple neben dem Firmengrüner eine Reihe von Talenten auf der Bank sitzen hat. Anfang des letzten Jahres verunsicherte die PR-Abteilung von Apple die Mac-Gemeinde mit der Mitteilung, dass Jobs sich aufgrund gesundheitlicher Probleme bis Ende Juni aus dem Tagesgeschäft zurückziehen werde. Mitte des Jahres berichtete dann das Wall Street Journal von einer Lebertransplantation. Augenblicklich scheint es Steve Jobs gesundheitlich wieder besser zu gehen.
Zwischen Weihnachten und Neujahr gelang der Apple-Aktie noch einmal ein deutlicher Kurssprung auf das neue Allzeithoch von 213,66 US-Dollar, aktuell (Stand 04.01.2010) liegt sie knapp darunter. Betrachtet man die Charts der letzten fünf Jahre, kann man auch für Anfang 2010 mit einer kurzen Kursrally rechnen. Analysten haben bereits zum Jahreswechsel das Kursziel von ursprünglich 230 Dollar auf 250 Dollar angehoben.
Das Apple auch 2010 weiter expandieren möchte, steht außer Frage. Lediglich die neuen Standorte für die Apple Stores sind noch ein Geheimnis. Aber auch hier brodelt die Gerüchteküche – in Deutschland stehen Hamburg, Berlin und Stuttgart zur Wahl. Vielleicht gibt es aber auch in allen drei Städten schon bald einen Flagship-Store des Herstellers.
Auch in Hinblick auf Apples nächste Schritte hält das Jahr 2010 also einiges bereit, Überraschungen inklusive. Sicher ist: Langweilig wird es auch dieses Jahr nicht und macnews.de sowie macmagazin.de berichten für Dich wie gewohnt über all das Neue in der Apple Welt.
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2 Kommentare
iPhone Nano oder Shuffle, wenn ich das schon höre, könnte ich wütend werden. Apple ist ganz stolz eine einheitliche Plattform mit iPhone und iPod touch im Bezug auf Fremd-Entwicklern geschaffen zu haben. Erst damit sind überhaupt Programme anderer Leute sinnvoll. Ganz wichtig ist dabei unter anderem die standardisierte Auflösung des Bildschirms! Eine Ausnahme wird dabei das Tablet sein, aber hier werden auch alle iPhone-Entwicklungen im Fenster-Modus ausgeführt werden können.
Ich bin voll überzeugt, das wir das iPhone, so wie wir es kennen noch eine ganze weile noch so kaufen müssen. Eine Ausnahme sind dabei technische Änderungen im Design und Geschwindigkeit oder Accu-Leistung.
In dem Artikel klingt es so als sei die Exklusiv-Bindung an T-Mobile bereits verfallen. Dem ist aber nicht so oder? Immerhin wird in jedem iPhone-Spot noch das Logo von der magentafarbenen Firma gezeigt.