UP- UND DOWNGRADES ERZWINGEN
17.12.2009
Ein altbekanntes Problem taucht wieder auf: iTunes zeigt Updates an, die man wieder und wieder laden kann – ohne, dass iTunes die App auf iPhone und iPod touch dann auch tatsächlich auf den neuesten Stand hievt. Mit einem einfachen Trick lässt sich dieser missliche Umstand beheben. Zudem wirft macmagazin.de einen Blick in den Ordner “Mobile Applikationen” und schlägt auch den umgekehrten Weg ein: Wir zeigen, wie man bei „Verschlimmbesserungen“ einer App eine ältere Version wieder einspielt.
Vor allem zwei Apps können derzeit Anwender mit einer ständigen Update-Meldung auf iTunes zur Verzweiflung treiben – das Herunterladen des Updates läuft, aber nach wie vor hat man die alte Version auf dem iPhone.
Man muss sie lediglich im App Store neu kaufen. Keine Angst: iTunes hat sich den Kauf gemerkt und zieht von der Kreditkarte nicht ein zweites Mal den Betrag ab, sondern bringt eine Warnmeldung, ob man den Artikel noch einmal laden möchte.
Man möchte. Die neue Version ist – endlich – da. Ein Blick in den Ordner ”Mobile Applikationen” zeigt, dass die App einen anderen Namen hat. Statt “Wohin?” heißt sie nun “Where To?”. Womöglich liegt hier die Ursache des Konflikts. Vorher hatten wir übrigens die App kurzerhand aus dem Ordner verbannt, bei Last.fm nicht – aber auch hier funktionierte das Update über den Neukauf ohne Probleme.
Hartnäckiger zeigen sich andere Update-Kandidaten, Fahrinfo Berlin und Rogue Planet. Bei Rogue Planet ist der Fall besonders ärgerlich, schickt die Update-Prozedur doch über 80 Megabyte vergebens über die Internet-Leitung.
Am Anfang scheint alles zu stimmen, nach dem “Neukauf” beginnt der Download der neuen Version, was man an der Größe erkennen kann: Die alte Version ist 86,3 Megabyte groß, die überarbeitete App mit 82,3 Megabyte etwas kleiner. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße, ganz so einfach funktioniert es nicht.
Um zum Ziel zu kommen, sind einige Vorbereitungsschritte nötig – doch Achtung, damit verliert man alle Spielstände! Zuerst löscht man die alte Version auf dem iPhone sowie im Ordner “Mobile Applikationen” restlos und synchronisiert das Touch-Gerät.
Danach “kauft” man Rogue Planet erneut, die Meldung in iTunes ändert sich nun: Man habe die Version bereits gekauft, aber noch nicht geladen. Nach der Bestätigung beginnt der Download erneut, dieses mal erfolgreich, und die neue Version lässt sich installieren.
Das gleiche Vorgehen funktioniert auch bei Fahrinfo Berlin, hier muss man ebenfalls radikal alle Spuren entfernen, bevor man die neue Version installieren kann – im Gegensatz zu Rogue Planet verliert man aber nichts.
Aber nicht immer lohnt sich das Update, manche bringen “Verschlimmbesserungen” mit sich. So kann eine kostenpflichtige App zum Beispiel zu einer kostenlosen mit Werbung mutieren: Oder die Entwickler haben im Update die Spielesteuerung verhunzt. Im Falle von EyeTV musste Elgato das versteckte TV-Streaming über UMTS streichen. Damit man eine alte Version zurückspielen kann, muss man sie bereits geladen und verfügbar haben – also sichert man sie vor dem Update. Mit einem Time Machine-Backup ist es noch einfacher, die alte Version zu “retten”.
Das Prozedere ist auch hier einfach: Zuerst löscht man die App auf dem iPhone, dann unter Programme in iTunes.
Die anschließende Frage, ob man das Programm im Papierkorb sehen will, beantwortet man mit „Ja“ und leert den Papierkorb anschließend.
Nun synchronisiert man das iPhone mit iTunes und kopiert anschließend die alte Version aus dem Mobile Applikationen-Ordner nach iTunes. Über Time Machines Wiederherstellen landet die Datei mit einem Klick auf dieselbe bereits an der richtigen Stelle. Nach erneuter Synchronisation steht die alte Version wieder zur Verfügung – damit, dass iTunes das Update ständig anzeigt, muss man allerdings leben. Achtung: Auch bei diesem Prozedere verliert man alle gespeicherten Daten, also zum Beispiel Spielstände und Systemeinstellungen.
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