SAUBERE MEDIENBILBLOTHEK AUF DIE SCHNELLE
21.10.2009
Tibor Andre aus Weil am Rhein hat Tune Instructor 3 generalüberholt, sein Hilfsprogramm für iTunes. Die Funktionen des Tools zur Musikverwaltung sind mächtig: macmagazin.de gibt eine Übersicht, was man mit der Donation-Ware so alles anstellen kann.
Tune Instructor 3.0 tritt dezent auf: Nach dem Download von 2,6 Megabyte zieht man das frische rote Software-Icon in den Programm-Ordner, fertig ist die Installation.
Auf der linken Seite findet man drei Icons für das Musik-Portal Last.fm, daneben lockt ein Noten-Symbol. Es öffnet ein Fenster mit – falls vorhanden – dem Liedtext.
Der Text scrollt während der Musikwiedergabe automatisch nach unten, sofern man das in den Einstellungen nicht abgeschaltet hat. Die Einstellungen lassen sich mit dem Zahnrad-Icon ganz rechts aufrufen. Zu dem rot unterlegten Ring-Icon kommen wir später.
Für das transparente Liedtextfenster lässt sich einstellen, nach welcher Zeit der Text anfangen darf, sich zu bewegen und in welchen Intervallen er dann scrollt. Warum hat Apple eigentlich keine automatische Anzeige von Liedtexten in iTunes integriert?
In den Einstellungen lassen sich auch die Accountdaten für Last.fm eingeben und die Zeit eingeben, die das Titelinfofenster sichtbar sein soll: dieses erscheint optional automatisch, sobald iTunes ein neues Lied spielt, es lässt sich aber auch aufrufen, indem man mit der Maus über den Navigationselementen in der Menüleiste schwebt. Hier kann man Lieder auch direkt bewerten.
Bis hierhin ist alles gut und schön, die wahren Fähigkeiten aber stecken hinter dem roten Ring-Icon: Hier finden Anwender weitreichende Möglichkeiten, die Musik-Mediathek in iTunes zu organisieren. Über das Zahnradsymbol lassen sich wieder allgemeine Voreinstellungen vornehmen, zum Beispiel protokolliert Tune Instructor alle Titel, bei denen man etwas geändert hat und kann sich das Protokoll nach getaner Arbeit automatisch anzeigen lassen.
Auch für Anwender, die ihre Musik selbst in Ordner sortieren, hat Andre gedacht – für sie sind die Einstellungen unter Dateiebene gedacht.
Der erste Menü-Punkt der Mediathek-Organisation ist mit ID3-Tag überschrieben. ID3-Tags sind Beschreibungen, die man in iTunes über “Information” aufrufen und dort – Titel für Titel – bearbeiten kann.
iTunes Instructor geht hier weit über die Möglichkeiten von iTunes hinaus, da man mehrere Tags auf verschiedene Art gleichzeitig bearbeiten kann. Dazu muss man erst die gewünschten Titel, deren Tags man verändern will, in iTunes auswählen.
Wenn man dann zum Beispiel auf Groß-/Kleinschreibung klickt, lässt sich für einzelne Kategorien automatisch jeder erste Buchstabe eines Wortes in einen Großbuchstaben wandeln, alternativ aber auch nur der erste Buchstabe am Zeilenanfang. Auch überflüssige Leerzeichen lassen sich automatisch entfernen.
Bevor Tunes Instructor zur Tat schreitet, erscheint noch eine Warnmeldung, die man bestätigen muss.
Cover sind mehr als ein schmückendes Beiwerk, auch wenn im Nach-LP-Zeitalter die Kunst der Covergestaltung etwas in den Hintergrund gerückt sein mag. Spätestens seit dem Einzug von Coverflow in iTunes sind fehlende Cover in der digitalen Musiksammlung ein Ärgernis.
Apples Medienprogramm legt für Musik, die man über iTunes gekauft hat, Albencover in einem eigenen Ordner ab, über Tune Instructor lassen sich diese auch direkt in die Tags schreiben. Der Nachteil: Jede Musikdatei vergrößert sich um das Coverbild, während iTunes sonst für das ganze Album nur auf ein Bild zugreifen muss. Wenn man seinen iPod mit iTunes synchronisiert, ist das kein Problem. Wer aber seine Musikdateien hin- und herkopiert, könnte es schätzen, wenn die Bilder direkt im ID3-Tag abgelegt sind – zudem lassen sich auch mehrere Bilder dort pro Song speichern, der iTunes Instructor kennt deshalb auch ein Back-Cover.
Über den Befehl iTunes Store geladene Cover in ID3-Tag einbinden kann man die Coverabbildung in die Musikdatei schreiben lassen – sie wird so fester Bestandteil des Titels und kann nicht mehr verloren gehen.
Mit Cover aus ID3-Tag extrahieren lassen sich dann zum Beispiel die Cover auch in verschiedenen Bildformaten wie TIFF, JPEG und PNG gesammelt speichern. Als Ziel lässt sich der Album-Ordner angeben, aber auch ein beliebiger anderer Ordner.
Auch Liedtexte kann man automatisch eintragen lassen, die Automatische Liedtextsuche geht dann alle ausgewählten Songs in iTunes durch und sucht nach den passenden Texten. Dabei kann man neben der Internen Quelle auch eigene Quellen angeben – hinter dem Fragezeichen in diesem Menü erscheint kein Hilfetext, ein Klick öffnet im Browser ein Tutorial-Video, das die Handhabung der Funktion wunderbar erklärt. Eine Liste aller Tutorials kann man auch direkt auf Andres Webseite aufrufen.
Mit Tunes Instructor 3 ist die Software aus dem Rheinland nicht nur schöner, sondern auch eleganter geworden. Der Entwickler führt dabei anhand vieler Beispiele und Videos im wahrsten Sinne des Wortes vorbildlich in das komplexe Tool ein, womit auch „Anfänger“ schnelle Erfolgserlebnisse verzeichnen können.
Aber auch als einfacher „Miniplayer aus der Menüleiste“ kann das Tool überzeugen und dürfte damit zum Standardbegleiter von vielen Musikliebhabern werden. Über Spenden freut sich der Entwickler und schreibt in den Nutzungsbedingungen fest, dass Anwender bitte einen Obolus nach eigenem Ermessen entrichten. Voraussetzung für die Donationware ist Mac OS X ab 10.5 sowie iTunes ab Version 8.2.
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3 Kommentare
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von freewareosx und Klaus Koenig, Schwurbel0815 erwähnt. Schwurbel0815 sagte: Brandneu: Tune Instructor 3 http://bit.ly/2eNocw Review: http://bit.ly/42Ylpk [...]
[...] are using a Mac and iTunes, definitely give it a shot. It’s that awesome. MacMagazin has an article about it, German though. Tune Instructor is Donationware, so please support the author if you use [...]