AUS ZWEI MACH EINS
21.10.2009
Ursprünglich hat Adobe die Photomerge-Funktion für das Zusammensetzen mehrerer Bilder zu einem Panorama entwickelt, inzwischen aber ist daraus ein viel mächtigeres Werkzeug geworden, das sich für zahlreiche Arbeiten eignet. Mit Elements 8 kommen sogar neue hinzu: Vor wenigen Tagen hat macmagazin.de bereits die Photomerge Szenenbereinigung sowie das Neu zusammensetzen-Werkzeug vorgestellt.
Die Photomerge-Belichtung sollte man dann verwenden, wenn man bei Bildaufnahmen mit schwierigen Belichtungsverhältnissen zu kämpfen hat. Bei Zwielicht beispielsweise oder wenn man eine Person vor  erleuchtetem Hintergrund fotografieren möchte. Oft erscheinen Personen und Objekte im Vordergrund zu dunkel, während der Hintergrund eines Fotos überbelichtet erscheint. Blitzlicht kehrt die Belichtungsverhältnisse um, führt aber auch zu keinem perfekten Ergebnis.
Mit der Photomerge-Funktion in Elements 8 kann man nun zwei  Bild-Extreme zu einem perfekt belichtetem Foto zusammenführen, wobei die Auswahl der jeweils gut belichteten Partien entweder automatisch oder mit einfachen Pinselstrichen halbmanuell erfolgt.
Bevor man allerdings zur Komposition eines solchen Bildes schreiten kann, muss man zunächst das gleiche Motiv mindestens zweimal mit unterschiedlichen Belichtungswerten aufnehmen, etwa einmal mit Blitz und einmal ohne. Dabei sollte der Fotograf darauf achten, dass sich der Bildausschnitt nicht allzu sehr verschiebt.
Verfügt die Kamera über eine Belichtungsreihen-Funktion, sollte man diese verwenden.
Zurück am Mac kann man dann wählen, ob man die Bilder automatisch oder manuell zusammen führt.
Um im Automatikmodus beste Ergebnisse zu erzielen, sollte man Fotos verwenden, die mit unterschiedlichen Belichtungswerten mithilfe der Belichtungsreihenfunktion aufgenommen wurden. Um im manuellen Modus beste Ergebnisse zu erzielen, sollten man Fotos verwenden, die mit und ohne Blitz aufgenommen wurden.
Um Bilder bearbeiten zu können, muss der Anwender sie zunächst im Projektbereich auswählen. Befinden sich dort noch keine, muss man sie laden.
Dazu öffnet man sie über Datei –> Öffnen.
Befinden sie sich nun im Projektbereich, wählt man mindestens zwei, maximal aber zehn Fotos aus, indem man sie anklickst.
Hast man seine Wahl getroffen, klickt man auf Datei und geht dort unter dem Menüpunkt Neu auf Photomerge-Belichtung. Im Anschluss benötigt Elements je nach Rechnerleistung einige Augenblicke, um unter anderem die Bildausschnitte anzupassen und die Quellbilder zu analysieren.
Im Photomerge-Bedienfeld wählt man den Automatisch-Reiter an. Im Fenster darunter findet man Schieberegler für Markierungsdetails, Tiefen und Sättigung.
Linker Hand liegen die ausgewählten Bilder übereinander, im Projektbereich kann man die einzelnen Bilder an- und abwählen, um die Veränderungen auf die Belichtung zu sehen.
Einfaches Überblenden
Wählt man diese Option, kann man die Photomerge-Belichtungseinstellungen über die Schieberegler nicht ändern und Elements zeigt das zusammengeführte Foto im Editor an.
Selektives Überblenden
Beim selektiven Überblenden kann man hingegen die Einstellungen mithilfe der Regler anpassen.
Markierungsdetails
Mit dieser Option erhöht oder verringert man die die Detailgenauigkeit der Objekte im Licht, zudem kann man beispielsweise Blitzlichter in Glasscheiben bei erhöhter Detailstufe beinahe verschwinden lassen.
Tiefen
Bewegt man den Regler dieser Option, kann man Tiefen aufhellen oder abdunkeln.
Sättigung
Die Sättigungs-Option ist, wie auch bei anderen Bildbearbeitungsprogrammen und an anderer Stelle in Elements, für die Intensität der Farbe zuständig.
Entspricht das Bild nach den Veränderungen den Vorstellungen, klickt man auf den Fertig-Button unterhalb des Einstellungsfensters. Elements erstellt nun ein neues Bild nach den gewählten Vorgaben, das erzeugte Foto taucht im Projektbereich auf.
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