OPER ALS VORBILD FÜR NEUES MAC-SPIEL
19.10.2009
Die Handlung des Spiels Fatale ist ein Auschnitt aus der Oper Salome von Strauß, die auf einem Drama von Oscar Wilde basiert. Einen Teil dieses Dramas kannst Du mit Fatale selbst erkunden. Auf dem Anwesen Salomes und ihres Stiefvaters Herodes befindest Du Dich zu Beginn der Geschichte in einer alten Zisterne gefangen – ganz wie Jochanaan in der Oper. Du bist völlig machtlos und kannst zunächst nur abwarten, was mit Dir passieren wird. Nach einiger Zeit aber kommt eine dunkle Gestalt mit einem Schwert auf Dich zu.

Wer die Oper Salome kennt, weiß, dass Jochanaan auf Wunsch Salomes geköpft werden soll. Herodes hatte sich darauf eingelassen, Salome jeden erdenklichen Wunsch zu erfüllen, wenn sie für ihn tanzt. Die Auswirkungen hast Du soeben am eigenen Leibe erlebt: Wenn Du die Gegend erkundest, siehst Du Deinen Kopf auf einem Silbertablett neben Salome liegen. Jetzt kommst Du ins Spiel.

Die sieben Schleier, die Salome beim Tanz für ihren Stiefvater getragen hat, liegen noch auf dem Boden herum. Mit der Maus bewegst Du Dich wie ein Vogel fort. Ziel des Spiels ist es, Lichter aufzusuchen und sie zu löschen. Wenn Du solche ein Licht entdeckst, zeigst Du mit dem Mauszeiger darauf und klickst die rechte Maustaste, um eine Aureola zu aktivieren. Der Mauszeiger verwnandelt sich in eine schwarze Wolke, mit der Du das Licht löschen kannst.

Für jeden Ort, an dem Du ein Licht ausmachst, findest Du in der Aureola einen Buchstaben. So kannst Du jederzeit zu einer Szenerie zurückkehren, um sie nochmals genau anzuschauen. Aktivieren lässt sich die Aureola im Spiel mit der Leertaste. Das Spiel ist beendet, wenn Du alle Lichter gelöscht hast.

Wer mit der Geschichte Salomes vertraut ist, kann in Fatale viele hübsch gestaltete Details finden. Für andere dürfte das Spiel allerdings – vor allem zu Beginn in der Zisterne – trocken und langatmig wirkt. Es zählt weniger das Gameplay als die Hintergrundgeschichte, die Fatale spannend macht. Fatale durchzuspielen dauert nicht allzu lange, da es letztlich darum geht, Lichter zu löschen.
Zu Beginn erfordert die Steuerung ein wenig Geschick. Durch die passende musikalische Untermalung und die optisch ansprechende Szenerie kann es dann aber einigen Spaß bereiten, in der Gegend herumzuschwirren.
Das Spiel kostet umgerechnet knapp fünf Euro und ist in englischer Sprache geschrieben. Laut Tale of Tales, dem Entwickler, braucht man einen Intel-Mac mit aktueller Radeon- oder Geforce-Grafikkarte. Auf einem MacBook der Redkation lief das Spiel in einer kleinen Auflösung auch mit der integrierten Intel-Grafikkarte GMA X3100.