ONLINE-SPEICHER ZWISCHEN DEN RECHNERWELTEN
06.10.2009
Mit Humyo hat macmagazin.de eine Backup-Lösung im Netz vorgestellt, mit der man zehn Gigabyte kostenlos sichern kann. Wer mit zwei Gigabyte auskommt, aber Daten auch auf mehreren Rechnern synchronisieren will, findet mit Dropbox eine elegante und leistungsfähige Lösung. Jüngst hat der Anbieter auch eine passende App veröffentlicht, mit der man auch unterwegs über iPhone und iPod touch Zugriff auf den Ordner hat. macmagazin.de zeigt, wie das funktioniert.
Wie bei allen Online-Anbietern müssen sich Anwender entscheiden, ob und welche Daten sie im Netz „veröffentlichen“ wollen. Der Autor, mit einer gesunden Portion Paranoia gesegnet, hat seine Texte in einer verschlüsselten Image-Datei verschlüsselt. Wie das geht, hat macmagazin.de hier beschrieben.
Zwei Gigabyte Daten kann man kostenlos aufspielen, für 10 Gigabyte zahlt man 5 US-Dollar im Monat, für 50 Gigabyte 10 Dollar. Dropbox große Stärke ist aber die Synchronisation, so kann man die Software auf mehreren Rechnern sowie dem iPhone installieren – alles, was in der Box landet, synchronisiert die Software automatisch auf allen über das Internet angeschlossenen Rechnern. Dabei überträgt sie nur geänderte Bits.
Die Image-Datei des Autors ist zum Beispiel 40 Megabyte groß, während er bei Humyo.de bei Änderungen diese Datei erneut komplett hochladen muss, überträgt Dropbox tatsächlich nur die Änderungen. Über den Webbrowser kann man online ebenfalls in den Daten stöbern, auch der Austausch von Daten mit Freunden über einen Weblink ist möglich.
Am Anfang steht der 28 Megabyte große Download der kostenlosen Software, die Installation besteht darin, die Software in den Programme-Ordner zu ziehen. Nach dem Start legt man nun – falls noch nicht vorhanden – denn Dropbox-Account an und vergibt dem Computer einen Namen.
Nach einer kleinen Einführung lässt sich der Speicherort für die Dropbox festlegen und angeben, ob man Benachrichtigungen über den kostenlosen Dienst Growl erhalten will. Ein Klick auf Finish, und alles ist fertig eingerichtet.
In der Menüzeile auf dem Rechner erscheint nun ein kleines Symbol wahlweise schwarz/weiß oder farbig, über das man zum Beispiel Zugriff auf die Voreinstellungen hat, kürzlich geänderte Dateien betrachten kann und den Füllstand der Online-Festplatte erfährt.
Noch simpler ist der Zugriff über das Ordnersymbol, das die Software in Finder-Fenstern auf der linken Seite einreiht. Da drin findet man den Ordner Photos und Public sowie Kurzanleitungen. Dateien, die man nun online sichern will, zieht oder kopiert man wie gewohnt in den Dropbox-Ordner. Ein kleines grünes Häkchen erscheint, sobald die Synchronisation geklappt hat: Ordner und Online-Backup sind dann identisch.
Über den Public-Ordner lassen sich Dateien an Freunde weitergeben: über das Kontextmenü (rechter Mausklick) und Dropbox – Copy Public Link finden. Achtung: Das funktioniert tatsächlich nur mit Dateien, die im Public-Ordner liegen. Nun hat man den Link zu der Datei in der Zwischenablage und kann ihn zum Beispiel in einer Mail einfügen. Wenn man auf den Link klickt, beginnt sofort der Download der Datei über den jeweiligen Webbrowser.
Der andere Punkt ist für alle Dateien verfügbar, mit View Previous Versions gelangt man auf die Webseite von Dropbox und sieht eine Liste aller Versionen dieser Datei. So kann man zum Beispiel ähnlich wie in Time Machine zu einer älteren Version einer Textdatei zurückkehren.
Auch über den Webbrowser hat man vollen Zugriff auf die Daten, die verschiedenen Möglichkeiten stehen im Prinzip auch hier zur Verfügung. Zudem lassen sich dort die Profil-Einstellungen vornehmen und man kann das Passwort für den Zugang ändern.
Mit der kürzlich erschienenen kostenlosen App für iPhone und iPod touch kann man auch unterwegs auf die Dropbox zugreifen und zum Beispiel direkt aus der Applikation Bilder und Videos aufnehmen, auf die vorhandene Bild-Bibliothek lässt sich ebenfalls zugreifen.
Die Software schickt die ausgewählten Bilder und Videos – eine Internet-Verbindung vorausgesetzt – nach einer Bestätigung sofort auf den Online-Server. Das funktioniert sowohl über WLAN als auch über eine Funkverbindung. Wenn der heimische Mac im Netz ist, dann findet man das Bild auch dort in der Dropbox.
Etliche Dateiformate lassen sich auf dem iPhone betrachten, zum Beispiel Bilder, Text- und PDF-Dateien, aber auch Musik und Videos. Die Dateien kann man als E-Mail versenden, über das Sternchen-Symbol wählt man die Datei als Favorit aus: So kann man die Datei auf das iPhone laden und später auch ohne Internetverbindung betrachten.
Dropbox kann auf Anhieb überzeugen, die Lösung ist elegant, ausgereift und obendrauf in der Basisversion auch noch kostenlos. Das trifft auch auf die App zu, auch wenn man sich hier und da noch zusätzliche Funktionen wünschen mag und auch darf.
6 Kommentare
Was auch interessant ist und hier fehlt. Man kann auch über Benutzer hinweg “folder sharen”. Sprich, ich kann zB mit meinem iPhone ein Foto machen und es direkt in einen gemeinsam genutzen Ordner legen, wenn derjenige, der den Ordner nutzt, gerade am Rechner sitzt und Dropbox läuft, würde derjeniges sofort dieses Foto auf die Festplatte bekommen (und evtl per Growl benachrichtig). Doofes Beispiel, aber in anderen Szenarien, vielleicht ja noch brauchbarer…
Nachtrag: hab mir in einem anderen Kommentar mal abgeschaut ein bisschen Eigenwerbung zu machen. Über den Link bekommt ihr und ich zusätzlich 250 MB Speicherplatz.
https://www.getdropbox.com/referrals/NTIxMDQ5NTg5
Ich schließe mich philotas mit meinem eigenen Link an:
https://www.getdropbox.com/referrals/NTE2MTgxODc5
das ist ja dreist – ich habe zwar auch abgeguckt, aber mir wenigstens einen anderen Kommentar-Thread gesucht !
Spaß beiseite – kein Problem!
Hatte mich schon gefragt ob Dich das stören würde, aber ehrlich gesagt wollte ich den Link posten noch bevor ich Deinen Kommentar gelesen hatte.
[...] noch ein toller Link vom magmagazin: Dropbox einfach erklärt. http://www.macmagazin.de/11616/easy-going-mit-dropbox-daten-sichern-synchronisieren-und-teilen/ [...]